Carl Spitteler

100 Jahre/Ans
Literaturnobelpreis
Prix Nobel de littérature
1919-2019

Carl
Spitteler

Leben

Carl Spitteler wurde 1845 in Liestal im Kanton Basel-Landschaft geboren. Nach Abschluss des Theologiestudiums ging er nach St. Petersburg, wo er acht Jahre lang als Hauslehrer arbeitete.

In die Schweiz zurückgekehrt, veröffentlichte er 1880 sein erstes literarisches Werk, das Epos »Prometheus und Epimetheus«. Er unterrichtete an höheren Schulen in Bern, Zürich und La Neuveville und schrieb zahlreiche Feuilletonbeiträge für Zeitungen im In- und Ausland. 1883 heiratete er Maria op den Hooff, mit der er zwei Töchter hatte. Die Familie zog 1892 nach Luzern, wo Spitteler als freier Schriftsteller tätig war.

Seine Rede »Unser Schweizer Standpunkt« trug ihm national und international Lob wie auch Kritik ein. 1920 erhielt er, rückwirkend auf das Jahr 1919, den Nobelpreis für Literatur. Spitteler starb 1924 in Luzern.

Leben in Bildern

  • 24. April 1845: Geburt Carl Spittelers in Liestal. Im Bild der Vater (1809-1878). Quelle: NL Spitteler, SLA Bern. © C. Grieshaber, Liestal.

  • Beginn des Jurastudiums in Basel, 1864 abgebrochen. Im Bild Spitteler ca. 1863. Quelle: NL Spitteler, SLA Bern. © Höflinger, Basel.

  • Theologiestudium in Zürich, ab 1867 in Heidelberg. Im Bild Spitteler mit seiner Mutter, 1865. Quelle: NL Spitteler, SLA Bern.

  • Heirat mit Maria op den Hooff (1863-1929). Quelle: NL Spitteler, SLA Bern.

  • Geburt der Tochter Anna. Die zweite Tochter Marie-Adèle wird 1891 geboren. Quelle: NL Spitteler, SLA Bern. © H. Zimmermann, Luzern.

  • Umzug nach Luzern. Blick aus dem Fenster von Spittelers Haus. Quelle: NL Spitteler, SLA Bern.

  • Spitteler reist mit seiner Tochter nach Hamburg, die dortigen Medien berichten darüber. Quelle: NL Spitteler, SLA Bern.

  • Ehrenbürger von Luzern. Im Bild Spitteler in späteren Jahren beim Einkaufen (1922). Quelle: NL Spitteler, SLA Bern.

  • Lektüre des Journal de Genève bei Dr. Victor Gross, Arzt in La Neuveville. Im Dezember Rede »Unser Schweizer Standpunkt« in Zürich. Quelle: NL Spitteler, SLA Bern.

  • Ehrengabe der Neuen Helvetischen Gesellschaft (Text in drei Sprachen) zum 70. Geburtstag. Quelle: NL Spitteler, SLA Bern.

  • Spitteler-Gemälde aus dem Jahr 1915 von Ferdinand Hodler (1853-1918), Öl auf Leinwand, Kunstmuseum Luzern, Depositum der Stadt Luzern, (c) Foto: Kunstmuseum Luzern

  • Der 74-jährige Spitteler mit Freunden im Strandbad Weggis. Quelle: NL Spitteler, SLA Bern.

  • Dezember 1920: Spitteler erhält den Nobelpreis für Literatur (rückwirkend auf 1919). Quelle: Dichter- und Stadtmuseum Liestal.

  • 29. Dezember: Tod Spittelers in Luzern. Kränze u.a. vom Bundesrat, der Regierung des Kantons Basel-Landschaft und mehreren grossen Zeitungen. Quelle: NL Spitteler, SLA Bern.

  • 1845
  • 1863
  • 1865
  • 1883
  • 1886
  • 1892
  • 1908
  • 1909
  • 1914
  • 1915
  • 1915
  • 1919
  • 1920
  • 1924

Werk

Als Dichter, Epiker, Feuilletonist, Literaturkritiker, Komponist und Zeichner hat Spitteler ein facettenreiches Werk geschaffen. Seit den 1880er Jahren war er Mitarbeiter zahlreicher Zeitungen und Zeitschriften und veröffentlichte Feuilletonbeiträge und Erzählungen, von denen sich manche äusserst kritisch mit den Verhältnissen in der Schweiz, mit Ausländerfeindlichkeit und Heimattümelei auseinandersetzen.

Es war denn auch sein zur Verständigung und zur Wahrung der Neutralität aufrufender Beitrag »Unser Schweizer Standpunkt« von 1914, der das Nobelpreiskomitee besonders für sein Werk einnahm.